Jugendfeuerwehren: In Bensheim und den Stadtteilen sammelten rund 120 Freiwillige die Weihnachtsbäume ein

Weg damit! Am Samstag sammelten die Jugendwehren die alten Weihnachtsbäume ein – wie hier in Schönberg.
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Bensheim. Heute Top, morgen Flop: Das Verfallsdatum von mehr als 26 Millionen Weihnachtsbäumen in deutschen Wohnzimmern ist extrem kurz. Auch wenn das gute Stück sich noch so krampfhaft an seinen Nadeln festklammert, um seinem vorausbestimmten Schicksal möglichst lange zu entkommen – letztendlich gibt es kein Entkommen.
Kaum ist das neue Jahr ein paar Tage alt, hat der Baum auch schon ausgedient. Lametta, Kugeln und Kerzen werden abgeschmückt und in Kartons verstaut. Der proppere Kerl muss weg. Sentimentalität ist da fehl am Platz. Höchstens die Kinder trauern dem prächtigen Gesellen, der so viel Glanz und Stimmung in die gute Stube gebracht hat, nach.
Dass seine Entsorgung reibungslos und wie am Schnürchen klappt, dafür sorgen seit mehr als zwanzig Jahren die freiwilligen Hilfstruppen der Bensheimer Jugendfeuerwehren. Jeweils samstags nach dem Dreikönigstag schwärmen die Jugendwehren der Stadt und sämtlicher Stadtteile aus und packen die einstmals stolzen Hauptdarsteller ohne Umschweife auf die Karre. Sie tun es kostenlos, freuen sich aber über eine Spende für ihre Jugendarbeit.
Schließlich ist die jährliche Weihnachtsbaumaktion eine wichtige Einnahmequelle für die Jugendorganisation der Feuerwehren. Zeltlager, Ausflüge, Freizeiten, Schwimmbadbesuche und Bastelmaterial werden damit zum Teil finanziert. Im vergangenen Jahr wurde mit den Geldern aus dem Spendentopf ein neues Zelt für die Bensheimer Jugendwehr angeschafft.
„Leider haben wir beobachtet, dass die Bäume immer größer und teurer und die Spenden immer kleiner werden“, bedauert Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Lortz. „Dabei würde es schon reichen, wenn jeder nur ein oder zwei Euro gibt.“ Das Gegenteil sei aber der Fall.
Am Samstag war es wie immer: Aktionsstart war pünktlich um 9 Uhr. Teilweise nach einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrstützpunkt Bensheim-Mitte machten sich die Freiwilligen auf den Weg und klapperten die leicht verschneiten Straßen ab. Jugendwart Florian Blumenschein von der Wehr Bensheim-Mitte zählte etwa vierzig junge Feuerwehrmänner und -frauen sowie einige Helfer vom THW, dem DRK-Ortsverband und Fahrer, die vom Stützpunkt loszogen – und bis in die Nachmittagsstunden unterwegs waren. Jugendfeuerwehrwart Lortz ging von insgesamt 120 bis 130 ehrenamtlichen Baumsammlern aus.
Unterstützt wurden die Jugendlichen von Unternehmen aus Bensheim und Heppenheim. Seit etlichen Jahren stellen die Firmen Getränke-Weiser, Götz-Bau, AIM/Partner der Teamworker, GGEW und der KMB ihre Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung.
Zentrale Sammelstelle für alle ausrangierten Weihnachtsbäume war wiederum die Bauerei Hörr in Bensheim. Dort konnte der Feuerwehrnachwuchs entgeltfrei abladen und entsorgen: Die einstmals stolze Nordmanntanne wurde im Handumdrehen, wie ihre übrigen nadeligen Verwandten kleingehäckselt und später verfeuert.
„Ein toller Service. Außerdem werden unsere Jugendlichen vom Landwirt mit heißem Orangensaft und Tee versorgt“, lobt Michael Lortz das Entgegenkommen der Familie. gs
Kaum ist das neue Jahr ein paar Tage alt, hat der Baum auch schon ausgedient. Lametta, Kugeln und Kerzen werden abgeschmückt und in Kartons verstaut. Der proppere Kerl muss weg. Sentimentalität ist da fehl am Platz. Höchstens die Kinder trauern dem prächtigen Gesellen, der so viel Glanz und Stimmung in die gute Stube gebracht hat, nach.
Dass seine Entsorgung reibungslos und wie am Schnürchen klappt, dafür sorgen seit mehr als zwanzig Jahren die freiwilligen Hilfstruppen der Bensheimer Jugendfeuerwehren. Jeweils samstags nach dem Dreikönigstag schwärmen die Jugendwehren der Stadt und sämtlicher Stadtteile aus und packen die einstmals stolzen Hauptdarsteller ohne Umschweife auf die Karre. Sie tun es kostenlos, freuen sich aber über eine Spende für ihre Jugendarbeit.
Schließlich ist die jährliche Weihnachtsbaumaktion eine wichtige Einnahmequelle für die Jugendorganisation der Feuerwehren. Zeltlager, Ausflüge, Freizeiten, Schwimmbadbesuche und Bastelmaterial werden damit zum Teil finanziert. Im vergangenen Jahr wurde mit den Geldern aus dem Spendentopf ein neues Zelt für die Bensheimer Jugendwehr angeschafft.
„Leider haben wir beobachtet, dass die Bäume immer größer und teurer und die Spenden immer kleiner werden“, bedauert Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Lortz. „Dabei würde es schon reichen, wenn jeder nur ein oder zwei Euro gibt.“ Das Gegenteil sei aber der Fall.
Am Samstag war es wie immer: Aktionsstart war pünktlich um 9 Uhr. Teilweise nach einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrstützpunkt Bensheim-Mitte machten sich die Freiwilligen auf den Weg und klapperten die leicht verschneiten Straßen ab. Jugendwart Florian Blumenschein von der Wehr Bensheim-Mitte zählte etwa vierzig junge Feuerwehrmänner und -frauen sowie einige Helfer vom THW, dem DRK-Ortsverband und Fahrer, die vom Stützpunkt loszogen – und bis in die Nachmittagsstunden unterwegs waren. Jugendfeuerwehrwart Lortz ging von insgesamt 120 bis 130 ehrenamtlichen Baumsammlern aus.
Unterstützt wurden die Jugendlichen von Unternehmen aus Bensheim und Heppenheim. Seit etlichen Jahren stellen die Firmen Getränke-Weiser, Götz-Bau, AIM/Partner der Teamworker, GGEW und der KMB ihre Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung.
Zentrale Sammelstelle für alle ausrangierten Weihnachtsbäume war wiederum die Bauerei Hörr in Bensheim. Dort konnte der Feuerwehrnachwuchs entgeltfrei abladen und entsorgen: Die einstmals stolze Nordmanntanne wurde im Handumdrehen, wie ihre übrigen nadeligen Verwandten kleingehäckselt und später verfeuert.
„Ein toller Service. Außerdem werden unsere Jugendlichen vom Landwirt mit heißem Orangensaft und Tee versorgt“, lobt Michael Lortz das Entgegenkommen der Familie. gs
© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 14.01.2013