Bensheim-Mitte: Brandschützer bilanzieren bei ihrer Hauptversammlung ein arbeitsreiches Jahr mit 334 Einsätzen

Kontinuität im Vorstand der Feuerwehr Bensheim-Mitte: Erster Vorsitzender und Wehrführer Hans Förg und sein Team wurden bei der Jahreshauptversammlung bestätigt.
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Bensheim. Das abgelaufene Jahr war für die Freiwillige Feuerwehr Bensheim-Mitte besonders arbeitsreich. Vorsitzender und Wehrführer Hans Förg bilanziert 334 Einsätze und damit 51 mehr als in 2011.
Insgesamt wurden über 10.200 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und das ohne Großeinsätze durch Sturm oder Hochwasser. Bei 58 Brandeinsätzen, die 185 Hilfeleistungen und 91 Fehlalarmen war die Wehr im Durchschnitt nahezu täglich unterwegs.
„Viele Bensheimer glauben, dass die Stadt eine Berufsfeuerwehr unterhält“, kommentierte Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Thorsten Herrmann den hohen personellen und zeitlichen Aufwand, den die Truppe in den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung investiert. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend rechnete Herrmann die freiwillige Einsatzleistung in harte Euros um – und kam auf runde 400.000 Euro im Jahr. „Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen“, rechtfertigte der Rathauschef die konstante Unterstützung der Stadt bei Investitionen in Struktur und Ausstattung der Wehr.
Für die Modernisierung des Stützpunktes an der Robert-Bosch-Straße nimmt die Kommune bekanntlich 900.000 Euro in die Hand, damit zeitgemäße Standards Einzug halten. Unter anderem werden eine Atemschutzwerkstatt an- und die Funkzentrale umgebaut. Daher ist eine Verlagerung der Umkleiden nötig. Maßnahmen, die derzeit unmittelbar vor der Türe stehen, wie der Stadtbrandinspektor mitteilt. Willi Plaschke betonte die Dringlichkeit einer Modernisierung, damit die 70 aktiven Mitglieder (auch hier herrscht Kontinuität) so effizient und erfolgreich wie bisher agieren können. Angesichts der hohen Einsatzleistung im vergangenen Jahr betonte Plaschke auch die Akzeptanz der Arbeitgeber bei der Freistellung ihrer ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter. Aus der zum Berichtsjahr vorgestellten Zahlenflut ragen einige Ziffern besonders heraus: 21 gelöschte Feuer, vier große und neun mittelgroße Brände. Dazu vielfältige Hilfeleistungen bei Unfällen, technischen Notfällen und Rettungseinsätzen. 25 Personen wurden gerettet, 94 Verletzte wurden in Sicherheit gebracht, zwei Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Fünf Feuerwehrleute sind im Einsatz verletzt worden. Dabei handelte es sich allerdings nur um kleinere Blessuren, wie Hans Förg erleichtert kommentierte. Dennoch fährt das Risiko stets mit, wenn die Feuerwehr ausrückt.
Zu den größeren Einsätzen in 2012 zählte die Gasexplosion in einer Gaststätte in der unteren Hauptstraße, bei der die Wehr Mitte August mit 40 Köpfen und zehn Fahrzeugen vor Ort war. Es passierte beim Wechseln einer Gasflasche für den Betrieb eines Hähnchengrills am Vormittag. „Durch die frühe Uhrzeit gab es zum Glück nur einen Verletzten“, so Förg. Eine Stunde später, zur Mittagszeit, hätte es laut Wehrführer weit schlimmer enden können.
Ein Gasaustritt hatte auch im Januar in der Grundschule Kappesgärten für Aufregung gesorgt. Die Evakuierung von einhundert Personen, darunter 70 Kinder, klappte zügig, das offene Ventil konnte fachgerecht geschlossen werden. Im April wurde die obere Fußgängerzone nach einem Gasalarm abgesperrt. Trotz des Zeitpunkts am Samstagmittag hat die großflächige Räumung gut funktioniert, die Geschäftsinhaber hatten die Anweisungen der Wehr sofort umgesetzt, lobte der Feuerwehrchef, der die Bedeutung der Stadtteilwehren an einem weiteren Beispiel verdeutlichte: Bei einem Zimmerbrand in Gronau wurden die Kameraden vor Ort unterstützt, die bereits den Erstangriff und die Menschenrettung eingeleitet hatten. „Hier hat sich wieder gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit im Stadtgebiet ist.“ tr
Insgesamt wurden über 10.200 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und das ohne Großeinsätze durch Sturm oder Hochwasser. Bei 58 Brandeinsätzen, die 185 Hilfeleistungen und 91 Fehlalarmen war die Wehr im Durchschnitt nahezu täglich unterwegs.
„Viele Bensheimer glauben, dass die Stadt eine Berufsfeuerwehr unterhält“, kommentierte Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Thorsten Herrmann den hohen personellen und zeitlichen Aufwand, den die Truppe in den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung investiert. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend rechnete Herrmann die freiwillige Einsatzleistung in harte Euros um – und kam auf runde 400.000 Euro im Jahr. „Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen“, rechtfertigte der Rathauschef die konstante Unterstützung der Stadt bei Investitionen in Struktur und Ausstattung der Wehr.
Für die Modernisierung des Stützpunktes an der Robert-Bosch-Straße nimmt die Kommune bekanntlich 900.000 Euro in die Hand, damit zeitgemäße Standards Einzug halten. Unter anderem werden eine Atemschutzwerkstatt an- und die Funkzentrale umgebaut. Daher ist eine Verlagerung der Umkleiden nötig. Maßnahmen, die derzeit unmittelbar vor der Türe stehen, wie der Stadtbrandinspektor mitteilt. Willi Plaschke betonte die Dringlichkeit einer Modernisierung, damit die 70 aktiven Mitglieder (auch hier herrscht Kontinuität) so effizient und erfolgreich wie bisher agieren können. Angesichts der hohen Einsatzleistung im vergangenen Jahr betonte Plaschke auch die Akzeptanz der Arbeitgeber bei der Freistellung ihrer ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter. Aus der zum Berichtsjahr vorgestellten Zahlenflut ragen einige Ziffern besonders heraus: 21 gelöschte Feuer, vier große und neun mittelgroße Brände. Dazu vielfältige Hilfeleistungen bei Unfällen, technischen Notfällen und Rettungseinsätzen. 25 Personen wurden gerettet, 94 Verletzte wurden in Sicherheit gebracht, zwei Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Fünf Feuerwehrleute sind im Einsatz verletzt worden. Dabei handelte es sich allerdings nur um kleinere Blessuren, wie Hans Förg erleichtert kommentierte. Dennoch fährt das Risiko stets mit, wenn die Feuerwehr ausrückt.
Zu den größeren Einsätzen in 2012 zählte die Gasexplosion in einer Gaststätte in der unteren Hauptstraße, bei der die Wehr Mitte August mit 40 Köpfen und zehn Fahrzeugen vor Ort war. Es passierte beim Wechseln einer Gasflasche für den Betrieb eines Hähnchengrills am Vormittag. „Durch die frühe Uhrzeit gab es zum Glück nur einen Verletzten“, so Förg. Eine Stunde später, zur Mittagszeit, hätte es laut Wehrführer weit schlimmer enden können.
Ein Gasaustritt hatte auch im Januar in der Grundschule Kappesgärten für Aufregung gesorgt. Die Evakuierung von einhundert Personen, darunter 70 Kinder, klappte zügig, das offene Ventil konnte fachgerecht geschlossen werden. Im April wurde die obere Fußgängerzone nach einem Gasalarm abgesperrt. Trotz des Zeitpunkts am Samstagmittag hat die großflächige Räumung gut funktioniert, die Geschäftsinhaber hatten die Anweisungen der Wehr sofort umgesetzt, lobte der Feuerwehrchef, der die Bedeutung der Stadtteilwehren an einem weiteren Beispiel verdeutlichte: Bei einem Zimmerbrand in Gronau wurden die Kameraden vor Ort unterstützt, die bereits den Erstangriff und die Menschenrettung eingeleitet hatten. „Hier hat sich wieder gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit im Stadtgebiet ist.“ tr
© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 14.01.2013