Berufsfeuerwehrtag: Kinder und Jugendliche lernten den Alltag der Brandbekämpfer kennen

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Bensheim. Ein aufregendes und ereignisreiches Wochenende liegt hinter der Bensheimer Jugendfeuerwehr. Beim dritten „Berufsfeuerwehrtag“ der Freiwilligen Feuerwehr Mitte konnten die Kinder und Jugendlichen einmal hautnah und dicht am Geschehen in den Alltag der hauptamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen hineinschnuppern.
24 Stunden lang waren die Mädchen und Jungs in Alarmbereitschaft. Jede Minute, jede Stunde konnten sie zu einem Einsatz gerufen werden. Freitagmittag bezogen die Zehn- bis Sechzehnjährigen ihr 24-Stunden-Quartier im Feuerwehrstützpunkt. Die Gruppe nächtigte im Schulungsraum auf Feldbetten. An Schlaf war allerdings kaum zu denken. Ausruhen? Fehlanzeige!
Tag und Nacht in Bereitschaft
Schließlich wollten Jugendwart Florian Blumenschein und Steffen Elgner dem Nachwuchs vor Augen führen, wie verantwortungsvoll, stressig, aber auch abwechslungsreich ein Tag – und eine Nacht – bei der Berufsfeuerwehr sein kann. Unterstützt wurden die „Regisseure“ von zahlreichen Mitgliedern der Einsatzabteilung der Feuerwehr, unter ihnen der stellvertretende Wehrführer Jürgen Ritz und Blumenscheins Vorgänger Daniel Koepe.
Vor der Praxis steht logischerweise die Theorie. Das heißt, die Mädchen und Jungs der Jugendfeuerwehr erhielten zunächst Order, auf welchem Löschfahrzeug sie im „Ernstfall“ auszurücken hatten. Als Bürgermeister Thorsten Herrmann am Samstag beim großen Finale vorbeischaute, hatten die Teilnehmer acht Einsätze absolviert. Und die hatten es in sich. Hier nur eine kleine Kostprobe: Personensuche am Soldatenfriedhof, Verkehrsunfall im Stubenwald mit einem „brennenden“ Lkw unter Einsatz der Rettungsschere, defekte Brandmeldeanlage, Tierrettung und vieles andere mehr.
Einsatz an der Erlache
Zu ihrem letzten Einsatz wurde die Jugendfeuerwehr zum Grundstück Borgenheimer nahe der Erlache gerufen und rückte dort mit zwei Löschgruppenfahrzeugen – gesteuert logischerweise von erwachsenen Feuerwehrleuten – an: Eine Hütte brannte lichterloh. Jetzt mussten die Teilnehmer zeigen, was sie gelernt hatten und schnell und mit Übersicht handeln.
Dass der Feuerwehr-Nachwuchs mit Eifer und großem Engagement bei der Sache war, war nicht zu übersehen. Der Spaß kam übrigens beim Berufsfeuerwehrtag auch nicht zu kurz.
Ein Tischtennisturnier, gemeinsames Kochen und ein abschließendes Grillfest rundeten das Programm ab. Bürgermeister Thorsten Herrmann und Sparkassen-Chef Dr. Eric Tjarks waren aufmerksame Beobachter bei den Übungen. Herrmann dankte zuvorderst den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Wichtig sei auch, den Nachwuchs für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern und sie damit vertraut zu machen. Tjarks überreichte der Jugendfeuerwehr ein Säckchen mit „Kohle“. gs
© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 30.04.2013