Tag der offenen Tür: Am Stützpunkt in der Robert-Bosch-Straße wurde ein buntes Mitmachprogramm geboten

Bensheim. Jeweils ein Mal im Jahr lädt die Freiwillige Feuerwehr Bensheim-Mitte die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür in den Stützpunkt ein. Und jedes Mal präsentiert die Wehr ihren Besuchern ein spannendes und unterhaltsames Aktions- und Mitmachprogramm mit wechselndem Schwerpunkt.
Außerdem gibt es ein prall gefülltes Paket mit Informationen rund um die Arbeit und den ehrenamtlichen Aufgabenbereich der Feuerwehr.

Oldtimer zu besichtigen

Auf der Infomeile des „Florianums“ stand am Sonntag der Bereich Gefahrgut im Mittelpunkt. Verschiedene Geräte-, Atem- und Strahlenschutzfahrzeuge, Schutzanzüge und Masken, einige Oldtimer sowie den Winzerfestwagen der Feuerwehrjugend konnten die Besucher inspizieren. Auch das drei Jahre alte Boot der Feuerwehr wurde von den Gästen genau unter die Lupe genommen.
In diesem Sommer kam die schwimmende Rettungsinsel bereits mehrfach zum Einsatz, unter anderem bei der Suche nach einer vermissten Person im Badesee und bei der Tierrettung.

Es pufft und kracht

Eine Menschentraube bildete sich immer dann, wenn es puffte, krachte und die Flammen loderten. Beispielsweise bei der Simulation eines Fritteusenbrandes.
An einem selbst gebauten Übungstank demonstrierten die Wehrleute wie man Lecks blitzschnell abdichtet, an einem wasserbetriebenen Lüfter wie man Dämpfe oder Gase niederschlägt und unter Kontrolle hält.
Der Ölsanimat – ein Anhänger, der zur Beseitigung von Öl auf Oberflächengewässern gute Dienste leistet – hat mehrere Einsätze hinter sich. Der spektakulärste war beim Hochwasser im Jahr 2002 in Dessau.
Und nicht nur auf dem weitläufigen Freigelände herrschte den ganzen Tag über bei sommerlichen Temperaturen Hochbetrieb. Auch im und vor dem Feuerwehrgerätehaus standen und saßen die Besucher – unter ihnen viele Familien – Schulter an Schulter und ließen sich die deftigen oder süßen Köstlichkeiten schmecken.
Der Tag der offenen Tür im feuerwehr-Stützpunkt in der Robert-Bosch-Straße erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Tabus gab es nur wenige: Bei allen Einsatzfahrzeugen standen die Türen weit offen. Jedermann durfte einsteigen und einmal Feuerwehrmann spielen. Lediglich die knapp 30 Meter hohe Leiter war nur zu Demonstrationszwecken ausgefahren.
Mitglieder der Feuerwehr führten interessierte Gäste durch den Stützpunkt und erläuterten die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen. „Uns ist die Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig“, war überall zu hören. Mehr als siebzig Feuerwehrleute – plus Nachwuchsorganisation – waren im Einsatz.

50 Jahre Jugendwehr

Die Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, hatte für die Kinder einen kniffeligen Hindernisparcours aufgebaut, den die Teilnehmer mit einer Atemschutz-Attrappe durchlaufen mussten.
Die Sonne schien non stopp, also machte es besonders viel Spaß, mit Schlauch und Wasser zu hantieren und kleine Holzboote schwimmen zu lassen. Auch die obligatorische Hüpfburg fehlte nicht.
Dass Rauchmelder Leben retten und der Einbau ab 2014 auch in Altbauten Pflicht ist, war an einem Infostand zu erfahren. Wer sich am Sonntag ad hoc dazu entschied, förderndes Mitglied der Bensheimer Feuerwehr zu werden, erhielt einen solchen Lebensretter als Willkommensgeschenk.
Und wer mit Göttin Fortuna unter einer Decke steckte und beim Gewinnspiel „Dings vom Dach“ die Nase vorn hatte, durfte ebenfalls einen Rauchmelder mit nach Hause nehmen. gs
© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 24.09.2013