Unfall: 39-jähriger Mann aus Zwingenberg entgegen der Fahrtrichtung auf der B 47 unterwegs / Bundesstraße vier Stunden gesperrt
Ein 39-Jähriger aus Zwingenberg ist gegen Mitternacht auf der B 47 bei Bensheim tödlich verunglückt.
Bensheim. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 47 bei Bensheim ist in der Nacht zum Donnerstag ein 39-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er war als Geisterfahrer auf der Bundesstraße unterwegs gewesen. Den Einsatzkräften bot sich kurz vor Mitternacht ein Bild des Schreckens: Der völlig zerstörte Kleinwagen des Unfallverursachers hatte Fahrbahnteiler aus Beton gerammt, Teile der Karosserie waren meterweit durch die Luft geschleudert worden.
Außerdem stieß der Unfallverursacher im weiteren Verlauf mit einem an der Mc-Donalds-Kreuzung wartenden Pkw der Marke Skoda zusammen, der von der B 47 auf die A 5 in Richtung Heidelberg abbiegen wollte. Die Unglücksfahrt des Falschfahrers endete an einem Ampelmast, der durch den Zusammenstoß umgerissen wurde. Der 39-jährige Mann verstarb noch an der Unfallstelle.
Zwei Leichtverletzte
In dem Skoda wurden ein 32-jähriger Mann und eine 30-jährige Frau – beide aus Bensheim – leicht verletzt. Das Paar wurde noch an der Unfallstelle von den Rettungsdiensten versorgt und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden.
In den nächsten Tagen werden die beiden Zeugen noch zum Unfallhergang gehört werden, teilte Polizei-Pressesprecherin Christiane Kobus mit. Die beiden Insassen des Lkw überstanden den Verkehrsunfall unverletzt. Der Gesamtschaden wird durch die ermittelnden Beamten der Polizeistation Bensheim derzeit auf rund 50 000 Euro geschätzt.
Die Bundesstraße war aufgrund der Bergungs- und Reinigungsarbeiten zwischen Bensheim und der B 460 von Mitternacht bis vier Uhr morgens gesperrt.
Vor Ort waren Polizeistreifen der Stationen Bensheim und Heppenheim, der Polizeiautobahnstation Südhessen, zwei Notärzte, drei Rettungswagen und der Organisatorische Leiter Rettungsdienste eingesetzt.
Die Feuerwehr Bensheim-Mitte unter Leitung von Wehrführer Hans Förg war mit sieben Fahrzeugen und 20 Mann zur Stelle. Die Einsatzkräfte mussten neben den Rettungsarbeiten ausgelaufene Betriebsstoffe bergen und für die Verkehrsregelung sorgen.
Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen, der die Unfallstelle bereits in der Nacht untersuchte. Gestern nahm er die Unfallfahrzeuge nochmals in Augenschein, um zu klären, ob ein technischer Defekt als Ursache für den tödlichen Unfall infrage kommen könnte. red/ank
© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 13.03.2015