Nachruf: Zum Tode des früheren Kreisbrandinspektors

Bergstraße. Herbert Funk (Bild) ist tot. Der ehemalige Bergsträßer Kreisbrandinspektor starb am Sonntag im Alter von 70 Jahren. Zehn Jahre lang – von 1987 bis 1997 – war Funk Kreisbrandinspektor und zuvor engagierter Feuerwehrmann in Bensheim und Fehlheim.
35 Jahre lang engagierte sich Funk aktiv in der Feuerwehr. In dieser Zeit sorgte er sich vor allem um den Feuerwehr-Nachwuchs. Die Bedeutung der Jugendfeuerwehren für die Gewinnung neuer Aktiver war ihm stets klar. Schon im Jahr 1963 – ein Jahr vor der Gründung des Deutschen Jugendfeuerwehrverbandes – war Funk bei der neuen Jugendfeuerwehr von Bensheim dabei. 1968 wurde er – nach einer Zeit als stellvertretender Jugendwart – deren Vorsitzender.
1973 übernahm Herbert Funk den Posten des Kreisjugendfeuerwehrwarts. Er engagierte sich aber auch auf Landesebene für die jungen Feuerwehrleute. In den 1980er-Jahren stieg Funk dann auch in der Feuerwehr-Hierarchie auf: 1981 wurde er Kreisbrandmeister, zwei Jahre später Wehrführer in Fehlheim. In dem Stadtteil schuf Funk eine neue Freiwillige Feuerwehr – und dazu natürlich auch eine Jugendabteilung. Trotz der aufreibenden Zeit im Amt des hauptamtlichen Kreisbrandinspektors blieb Funk „ein einfacher Feuerwehrmann“ und Mitglied in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Bensheim-Mitte. Erst mit der Aufgabe des Postens aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1997 musste Funk auch die aktive Mitarbeit im Brandschutz einstellen.
Der Feuerwehr bleibt er jedoch über die Ehren- und Altersabteilung verbunden. Darüber hinaus widmet er sich seinen Hobbys, wie etwa der Gartenarbeit.
In seiner Dienstzeit hat sich Herbert Funk nicht nur für die Jugendarbeit eingesetzt, sondern auch für die finanzielle Unterstützung des Brandschutzes. Dabei musste er immer wieder die Sichtweise von Kommunalpolitikern zurechtrücken, die die Begehrlichkeiten der Feuerwehrleute kritisierten: Der Brandschutz sei Aufgabe der Städte und Gemeinden, die Feuerwehrleute seien nur diejenigen, die im Ernstfall ihr Leben dafür einsetzten – und zwar ohne Entgelt. Auch von einer Zentralisierung der Feuerwehren, wie sie unter Kostenaspekten immer wieder gefordert wird, hielt Funk wenig: Damit gingen die Bürgernähe und ein Teil der Schlagkraft etwa bei Katastropheneinsätzen verloren. tm/seg

Dienstag, 03.02.2015