Schon ein kleiner Funke reicht aus

 
BERGSTRASSE. Wegen der anhaltenden Trockenheit hat sich die Waldbrandgefahr auch in Südhessen weiter verschärft. Am Wochenende soll es bis zu 36 Grad geben. Das Umweltministerium in Wiesbaden hat jetzt die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. „Die Wälder werden nun verstärkt überwacht“, kündigte Regierungspräsident Johannes Baron gestern in Darmstadt an. Die örtlichen Feuerwehren wurden über die angespannte Lage informiert.  Auch muss die Forstverwaltung im ganzen Land die technische Einsatzbereitschaft sicherstellen.
 

Rauchen verboten

 
Regierungspräsident Baron ruft die Waldbesucher dazu auf, die Waldwege und Zufahrten freizuhalten. Sie dürften nicht mit Fahrzeugen blockiert werden. Rauchen und wilde Grillfeuer sind verboten.
 
Auf Grillplätzen muss die Glut beim Verlassen gelöscht werden. Wer ein Feuer im Wald entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr (Notruf: 112) informieren.  „Wenn sich alle an diese einfachen Grundregeln halten, können wir große Waldbrände wahrscheinlich vermeiden“, sagte Baron.
 

Ursache meist Fahrlässigkeit

 
Eine Sperrung von Grillplätzen ist laut RP in Darmstadt derzeit noch nicht nötig. Sie kann notwendig werden, wenn die höchste Alarmstufe ausgerufen werden muss. Dann beginnt neben örtlichen Sperrungen von Waldwegen auch die Luftüberwachung der Wälder.
Große Feuer entstehen weniger durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge als durch fahrlässige Brandstiftung. Für einen verheerenden Brand reicht schon ein kleiner Funke. Die Schäden für die Umwelt sind enorm. Schließlich müssen Bäume über viele Jahre hinweg wieder aufgeforstet werden. red
 
 
Bergsträßer Anzeiger
03. Juli 2010