Straßenverkehr: Lange Staus nach Kollision auf der Autobahn

Seeheim-Jugenheim. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 bei Seeheim-Jugenheim wurde gestern Mittag ein Lkw-Fahrer tödlich verletzt. Beide Fahrbahnen mussten für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Da sich der Verkehr auch auf der parallel verlaufenden A 67 in Fahrtrichtung Norden auf vielen Kilometern staute, wirkten sich die Verkehrsbehinderungen auch auf die Bundesstraße  3 und den innerörtlichen Verkehr in Bensheim deutlich aus.
Der mit Sand beladene Lastwagen war gegen 11.40 Uhr auf der Autobahn in Richtung Süden unterwegs. Zwischen den Autobahnanschlussstellen Seeheim-Jugenheim und Zwingenberg geriet er aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und kam auf dem Dach zum Liegen.

Ein Autofahrer wurde verletzt

Ein 50-jähriger Autofahrer, der in der Gegenrichtung unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem Lastwagen. Der Mann musste mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Noch rechtzeitig ausweichen und einen Zusammenstoß vermeiden konnte ein weiterer Verkehrsteilnehmer, der mit seinem Wagen ebenfalls in Richtung Norden unterwegs war. Sein Auto kam im Seitengraben zum Stehen.
Der Lastwagenfahrer, ein 46 Jahre alter Mann aus dem Kreis Aschaffenburg, wurde im Fahrerhaus eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen zur Klärung der Unfallursache an.

Drei Folgeunfälle im Stau

Beide Fahrtrichtungen der Autobahn 5 mussten im Zuge der Bergungsarbeiten noch bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt bleiben.
Neben den Feuerwehren aus Darmstadt, Bensheim und Pfungstadt waren Rettungswagen und Notarztwagen des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter aus Darmstadt und der Bergstraße vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber und die Autobahnmeisterei waren beteiligt.
Im entstehenden Stau ereigneten sich außerdem noch drei Folgeunfälle. Die Höhe des Schadens bezifferte die Polizei auf rund 120 000 Euro. pol

Samstag, 01.02.2014