Entscheidung nach Risiko-Abwägung: Brandschutz muss gewährleistet sein

Nach sorgfältiger Abwägung aktueller Risiken und dem Durchspielen verschiedener Szenarien hat die Stadt Bensheim entschieden, die für Freitag, den 6. März 2020 geplante gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bensheim abzusagen.
Bürgermeister Rolf Richter betont, dass zwar momentan keine höhere Gefährdungslage existiert: Nach wie vor ist im Kreis Bergstraße nur eine Person in Lampertheim nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden. „Trotzdem wollen wir nicht das Risiko eingehen, dass im Nachhinein aufgrund eines möglichen Verdachtsfalles eine Mehrzahl der Bensheimer Feuerwehrleute unter Quarantäne gestellt wird. Oberste Priorität hat für uns, dass der Brandschutz für Bensheim gewährleistet ist und die Feuerwehren einsatzbereit bleiben.“
Die Mitgliederversammlung, an der mindestens ein Drittel der Bensheimer Feuerwehrleute teilnehmen müssen, sei zwar vor allem wegen der anstehenden Wahlen eine wichtige Veranstaltung, könne aber später stattfinden. Mit dieser Entscheidung folgt die Stadt Bensheim auch dem Vorgehen anderer Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße, die bereits andere, derzeit nicht unbedingt nötige Veranstaltungen der Feuerwehren verschoben haben – darunter Jahreshauptversammlungen, Dienstbesprechungen, Fortbildungen und größere Übungen.Die Stadt Bensheim selbst begegnet der aktuellen Herausforderung durch das neuartige Virus mit regelmäßigen Treffen eines Stabs von Vertretern aller Bereiche der Verwaltung. Das Gremium bewertet die Lage ständig neu und steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden. „Nach aktuellem Stand gibt es keinen Anlass, andere Veranstaltungen, die keine zusätzlichen Risiko-Gesichtspunkte aufweisen, abzusagen. Das kann sich je nach Lagebewertung aber jederzeit ändern“, sagt Bürgermeister Rolf Richter.

© Stadt Bensheim

Originalbericht: https://www.bensheim.de/neues-events/presse/pressemitteilungen/detail/stadt-sagt-feuerwehr-mitgliederversammlung-ab.html