BENSHEIM. Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in der Odenwaldstraße zog sich ein 81 Jahre alter Bewohner am Dienstag schwere Verletzungen zu. „Wir haben den Mann leblos im Bett gefunden. Er wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht“, teilte Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn mit. Lebensgefahr besteht nach ersten Erkenntnissen nicht.
Das Feuer brach um kurz nach 12 Uhr in der Küche der Zwei-Zimmer-Wohnung im achten Stock aus. Zur Brandursache konnten die Ermittler noch keine Angaben machen. Offenbar hatte ein Rauchmelder angeschlagen und die Rettungskräfte alarmiert, die gegen 12.25 Uhr ausrückten.
Vor Ort waren die Feuerwehren aus Bensheim-Mitte, Auerbach und Zell mit 56 Einsatzkräften sowie Notarzt, Rettungsdienste und Polizei. Über das Treppenhaus drangen zwei Trupps mit Atemschutz in die Wohnung ein, deren Tür gewaltsam geöffnet werden musste. Mit der ebenfalls angeforderten Drehleiter der Stützpunktwehr hielt man sich einen zweiten Rettungsweg offen.
Ein Feuerwehrmann erlitt aufgrund der Hitze und der Anstrengungen einen Kollaps, zwei Anwohner mussten ebenfalls behandelt werden, weil sie unter Schock standen und Kreislaufprobleme hatten. Die Brandbekämpfer konnten ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern, die „Wohnung dürfte aber unbewohnbar sein“, beurteilte Karn das Ausmaß der Schäden. Der Bewohner hatte sich offenbar zu einem Mittagsschlaf ins Bett gelegt. Warum es in der Küche anfing zu brennen, ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei, die am Dienstagnachmittag die Räume unter die Lupe nahm. dr
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