Brandschützernachwuchs: 1200 Teilnehmer des Zeltlagers essen an vier Tagen 9000 Brötchen und trinken 1000 Liter Milch.
Bürstadt/Bergstraße. Gestern ging das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Bürstadt mit einer Abschiedszeremonie zu Ende. Vier Tage lang waren 1200 Jugendliche aus dem Kreis Bergstraße zu Gast auf dem Freizeitkickergelände. Dort waren nicht nur die Zelte für die 66 Gruppen aufgebaut, auch die neue Feldküche musste ihre Bewährungsprobe bestehen. Sie lieferte 4800 Mal Frühstück und 3600 Mittagsmahlzeiten und Abendessen aus.
Neben 9000 Brötchen hatte die aus 14 Personen bestehende Küchenmannschaft 1000 Liter Milch verbraucht und 160 Liter Kaffee gekocht. 430 Kilo Brot, 300 Gläser Marmelade, 220 Kilo Kartoffeln, 150 Kilo Spätzle, 600 Hähnchen, 210 Kilo Schnitzel und einen Riesenbottich Gulasch hatte die Mannschaft um Günther Steckel an die hungrigen Teilnehmer verteilt.
Neben feuerwehrtechnischen Übungen und der Abnahme von Jugendflamme und Leistungsspange hatte Turnierleiter Tobias Walter Fußball- und Volleyballturniere veranstaltet. Doch den meisten Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen mit den aufblasbaren Attraktionen. Die jungen Brandschützer rollten in Riesenbällen über einen Parcours, der einige Hindernisse aufwies und bei dem sie klatschnass wurden.
Größte aufblasbare Achterbahn
Auch die größte aufblasbare Achterbahn der Welt, bei der es galt, bis in luftige Höhen von sieben Metern zu klettern und die über eine 50 Meter lange Rutschfläche verfügte, wurde in Mannschaftsstärke erklommen.
Nicht weniger attraktiv war der große XXL-Kickertisch, in dem mit wahrem Feuereifer um Tore gekämpft wurde. Gut angenommen wurden auch die erstmals angebotenen Workshops.
Der geplante Ausflug zu den Modellflugzeugbauern nach Hofheim wurde zwar kurzfristig abgesagt, doch als Ersatz sprang die Feuerwehr Lampertheim in die Bresche. Sie lud Gruppen zu Ausfahrten mit ihrem Mehrzweckboot auf den Rhein ein.
Da viele Wehren ihren eigenen Swimmingpool mitgebracht hatten, fand so manche lustige Wasserschlacht rund um die Zelte statt. Die Treffen am großen Lagerfeuer, bei der alte Freundschaften erneuert und neue geschlossen wurden, gehörten zum Erlebnisprogramm – Kameradschaft wurde hier ganz groß geschrieben.
„Das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager war gut organisiert“, schwärmte der Bibliser Jugendwart Florian Müller. „Die Verantwortlichen lassen sich immer etwas einfallen“, zollte er den Mitgliedern der Organisation seinen Respekt. Diese hatten mit ihrem Aufbauteam nicht nur die sanitären Anlagen aufgebaut, sondern auch – gemeinsam mit der Feuerwehr aus Lampertheim – für die Trinkwasserversorgung und den Strom gesorgt. Dazu hatten die Kameraden aus Bürstadt dem Aufbauteam geholfen und die Geräteversorgung im eigenen Zelt sichergestellt. Wenig Arbeit hatte der aus drei Personen bestehende Sanitätsdienst. Er wurde nur bei kleineren Verletzungen benötigt. Fell/sm
© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 09.07.2012