BENSHEIM. Ein Kellerbrand in der Bahnstraße führte am Mittwoch gegen 1.40 Uhr zu einem größeren Feuerwehreinsatz in Bensheim. Im Untergeschoss des Einfamilienhauses stand der Elektroverteilerkasten in Flammen. „Es war ein richtiger Vollbrand, der Rauch zog bei unserem Eintreffen bereits durch das Gebäude“, berichtete Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn.

Die Bewohner – ein Ehepaar – wurde vom Rauchmelder aus dem Schlaf gerissen, gingen in de Keller und entdeckten das Feuer. Ein Löschversuch schlug fehl, beide konnten sich aber unverletzt ins Freie retten. „Wäre der Rauchmelder nicht angegangen, hätte das viel schlimmer ausgehen können“, bemerkte Karn.

Die Stützpunktwehr rückte mit 27 Mann aus. Ein Trupp mit Atemschutz ging in den komplett verrauchten Keller und löschte das Feuer zügig. Während des Einsatzes kollabierte ein Feuerwehrmann, der zur Sicherung eingeteilt war. Er kam ins Krankenhaus. Es gehe ihm aber wieder gut, so Karn. Man habe im Anschluss des Gebäudes stromlos geschaltet und sei wieder abgerückt. Wie es zu dem Brand kommen konnte, stehe bisher nicht abschließend fest. Klar sei, dass der Verteilerkasten längere Zeit gebrannt haben musste, sonst wäre der Rauch nicht schon durch das Gebäude gezogen. Neben der Feuerwehr waren Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

Karn betonte am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung erneut die Bedeutung von Rauchmeldern in den Häusern. Die „kleinen Lebensretter“ haben in der Bahnstraße ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht.

Ohne sie wäre das Feuer wohl nicht zu einem Zeitpunkt bemerkt worden, an dem sich das Ausmaß noch eindämmen ließ.

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 31.01.2018

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