Bilanz – Aus der Statistik der Feuerwehr Bensheim-Mitte / Bereits in der Silvesternacht mussten die Brandschützer ausrücken
BENSHEIM. Die Feuerwehr Bensheim-Mitte kann über mangelnde Arbeit wahrlich nicht klagen. Im ersten Quartal des Jahres 2017 wurden die Brandschützer bereits zu 74 Einsätzen gerufen.
Großbrand in der Silvesternacht: Schon zu Beginn des Jahres, in der Silvesternacht, durften die Brandschützer aus Bensheim-Mitte ihre tägliche Verfügbarkeit unter Beweis stellen. Um 13 Uhr Minuten nach Mitternacht alarmierte die Leitstelle Bergstraße die Einsatzkräfte zu einem „F 3 – Brennt Gewerbebetrieb“ in die Rheinstraße. Auch die Kollegen aus Auerbach sowie der Rettungsdienst und die Polizei wurden aus der Feierlaune gerissen; denn das Stichwort „F 3“ bedeutet „Großbrand“. Eine Holzpalette, die durch eine Silvesterrakete auf dem Firmengelände in Brand geraten war, drohte auf die Firma überzugreifen. Jedoch konnte dies durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden.
Feuerschein im Altrarraum: Einen kuriosen Einsatz gab es am 22. Januar, als ein Anrufer in einer Kirche in der Tannbergstraße einen Feuerschein wahrnahm. Dort stellte sich heraus, dass Kerzen am Opferstock den Anrufer in die Irre führten.
Ölspuren und Sturmschäden: : Mehrere Ölspuren, umgestürzte Bäume, Bauzäune und weitere Sturmschäden waren zu verzeichnen. Wasserrohrbrüche in der Neugasse, in der Zeller Straße sowie Anfang Februar in der Taunusanlage beschäftigten die Feuerwehrmänner und -frauen vor allem nachts. Auch einige Hilfeleistungen für den Rettungsdienst wurden erbracht.
Gasgeruch in der Stadtmitte: Besonders der Einsatz am 4. Februar sorgte mit einem starken gasähnlichen Geruch in der Schlinkengasse in der Stadtmitte für Aufsehen. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot an Rettungsmitteln vor Ort. Schließlich wurde frisch verklebter glasfaserverstärkter Kunststoff in einem Kellerraum gefunden und brachte Entwarnung für alle.
Ereignisreicher März: Der März 2017 zählte zu den ereignisreichsten Monaten, was die Einsätze der Feuerwehr betrifft. Vor allem ab Mitte März häuften sich die Brandeinsätze täglich. Angefangen vom Brand eines Mülleimers am Bahnhof am 15. März, wurde die Feuerwehr Bensheim-Mitte am Tag darauf zu einem Wohnungsbrand in der Karl-Schäfer-Straße alarmiert. Dort stand ein Wohnmobil zwischen zwei Häusern im Vollbrand. Der Brand hatte auf zwei Stockwerke übergegriffen. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Am 20. März wurde die Wehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A 5 gerufen. Bei dem Unfall war ein Sportwagen beinahe filmreif durch die Luft geflogen. Der Fahrer des Fahrzeugs wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
13 Einsätze in vier Tagen: Beachtenswert war die letzte März-Woche für die Wehr Bensheim-Mitte, in der 13 Einsätze in vier Tagen zu verzeichnen waren. Am 27. März um 4.11 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr zu einem Gartenlaubenbrand in die Kleingärten in der Heidelberger Straße. Dort brannte eine Hütte an der B3 in voller Ausdehnung. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Am gleichen Tag gab es zwei Heckenbrände, die relativ rasch abgelöscht werden konnten. Eine Ölspur und eine Hubschrauberlandung am Stützpunkt rundeten die sechs Einsätze an nur einem Tag ab.
Reizgaseinsatz in Kübel-Schule: In den darauffolgenden vier Tagen wurden sieben Einsätze abgearbeitet, darunter ein vermeintlicher Wohnungsbrand und der Reizgas-Einsatz in der Kübel-Schule (wir haben berichtet). red

