Berliner Ring: Feuerwehr und Rettungskräfte mit Großaufgebot vor Ort / Mitarbeiter verhinderten Schlimmeres

BENSHEIM. Ein brennender VW Bus hat am Dienstagvormittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Das Fahrzeug war in einer Werkstatt am Berliner Ring untergebracht, als es plötzlich Feuer fing.

„Die Mitarbeiter reagierten schnell und richtig. Sie haben angefangen zu löschen und den Wagen nach draußen geschoben“, lobte Jürgen Ritz, der gemeinsam mit Thomas Strößinger die Einsatzleitung hatte. Wäre das Auto in der Halle geblieben, hätte man einen wesentlich höheren Schaden zu beklagen gehabt. In dem Gebäude befindet sich neben der Werkstatt auch ein Reifenlager.

So aber konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Feuerwehr löschte den Bus im Freien ab und lüftete die Halle, die ziemlich verraucht war. Letztlich ein Routinejob. Warum aber dennoch ein Großaufgebot vor Ort war, hing mit der Alarmierungsmeldung zusammen. „Unserer erste Info lautete: brennendes Gewerbegebäude. Da muss dann erstmal mehr rausfahren“, so Ritz. Im konkreten Fall bedeutete dies: Neben den 25 Mann der Stützpunktwehr wurden die Auerbacher Kameraden in Marsch gesetzt. Vom Kreis orderten die Bensheimer zudem die Messeinheit an, die in Bürstadt stationiert ist.

Den Kollegen konnte allerdings auf der Anfahrt wieder abgesagt werden. Zum Berliner Ring kamen darüber hinaus die Polizei, zwei Rettungswagen, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Einsatzleiter Rettungsdienst. „Besser so als andersrum“, kommentierte Ritz. Zur Ursache konnten am Dienstag keine Angaben gemacht werden. Gleiches gilt für die Schadenshöhe.

Die Bensheimer Feuerwehr war kurz nach dem Einsatz erneut am Berliner Ring gefordert. Auf Höhe der Hausnummer 5 musste eine Ölspur beseitigt werden.

Keine besinnlichen Tage

Von ruhigen und besinnlichen Tagen kurz vor dem Fest kann bei der Feuerwehr zurzeit nicht die Rede sein. Nach dem Unfall auf der Autobahn mit zwei Toten, der Evakuierung des Marktplatzes am Samstag wegen des Buttersäure-Gestanks sowie des vermeintlichen Gaseinsatzes am Montagabend steuern die Brandbekämpfer auf ihren 300. Einsatz in diesem Jahr zu.

Vor allem die Vorkommnisse in den vergangenen sieben Tagen haben gezeigt, mit welchen unterschiedlichen Herausforderungen die Männer und Frauen zurechtkommen müssen. dr

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 21.12.2016
© Bild Matern

 

Original Bericht bei Morgenweb