Stadt investiert 190 000 Euro für die Einsatzkräfte
BENSHEIM. Seit Jahr und Tag leisten die Freiwilligen Feuerwehren Bensheims einen zuverlässigen ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit. Rund um die Uhr sind die rund 300 Einsatzkräfte in der Kernstadt wie in den Stadtteilen bereit, den Bürgern im Notfall zu helfen und für ihre Sicherheit zu sorgen.
Im Gegenzug kümmert sich die Stadt darum, den Einsatzkräften die dafür erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen und sie so auszustatten, dass sie beim Einsatz für andere nicht selbst gefährdet sind. Dazu gehört vor allem eine wirkungsvolle Schutzkleidung, die speziellen Anforderungen unterliegt und weitaus mehr leisten muss, als „nur“ einen effektiven Hitze- und Nässeschutz zu bieten. Nach Jahrzehnten, in denen vorwiegend in die technische Ausstattung der Feuerwehr investiert wurde, steht jetzt die Neueinkleidung der aktiven Einsatzkräfte an. Darauf hatte Bürgermeister Rolf Richter schon im vergangenen Jahr im Rahmen der Haushaltsberatungen aufmerksam gemacht, nachdem die für die Jahre 2016 bis 2021 erstellte Bedarfs- und Entwicklungsplanung der Stadt für den Brandschutz auf diesen Bedarf hingewiesen hatte.
Dass diese Maßnahme bei über 300 Einsatzkräften nicht auf einmal zu stemmen ist, ist leicht nachvollziehbar, wenn man weiß, dass beispielsweise ein Ausstattungssatz mit Feuerschutzüberjacke und Feuerschutzhose für die Atemschutzgeräteträger bei etwa 800 Euro liegt. Auch können die jeweiligen Jacken und Hosen nicht einfach so bestellt werden. Vielmehr muss ein Leistungsverzeichnis mit den jeweiligen Anforderungen erstellt und die in Frage kommenden Hersteller um ein Angebot gebeten werden.
Arbeitskreis gebildet
Dazu wurde unter der Federführung von Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn ein Arbeitskreis gebildet, der seit September 2016 in über 300 Stunden die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet hatte. In zahlreichen Zusammenkünften wurde Einsatzkleidung begutachtet und anprobiert, denn letztlich nimmt zwar der Preis eine wichtige Rolle bei der Auswahl ein, aber auch der Tragekomfort floss mit in die Bewertung ein.
Nach entsprechender Prüfung der vier vorliegenden Angebote bekam die Heppenheimer Firma Weinhold Feuerwehrbedarf schließlich den Zuschlag und wurde jetzt vom Magistrat mit der Lieferung der neuen Einsatzkleidung beauftragt. Mit einem Auftragsvolumen von knapp 190 000 Euro werden zunächst alle aktiven Einsatzkräfte mit Feuerwehrjacken sowie die 113 Atemschutzgeräteträger mit Feuerwehrhosen ausgestattet.
Der Austausch der restlichen Feuerwehrhosen erfolgt sukzessive in den nächsten Jahren. psp
Bild: Einsatzkräfte der Bensheimer Feuerwehr bei der Anprobe ihrer neuen Schutzkleidung im Stützpunkt an der Robert-Bosch-Straße. © Lotz