Tag der offenen Tür: Aktionsprogramm für Jung und Alt am Stützpunkt in der Robert-Bosch-Straße

Auch die kleinen Besucher hatten beim Tag der offenen Tür der Bensheimer Feuerwehr ihren Spaß.

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Bensheim. Seit 1972 lädt die Freiwillige Feuerwehr Bensheim-Mitte jedes Jahr zum Tag der offenen Tür ein – und jedes Jahr ist das auch ein fester Termin für viele Bensheimer. „Die Bürger identifizieren sich mit ihrer Feuerwehr, das zeigt sich insbesondere an diesem Tag“, so Wehrführer Hans Förg.
Rund 3000 Besucher dürften es nach Einschätzung von Förg auch am Sonntag wieder gewesen sein, die im Laufe des Tages den Weg an die Robert-Bosch-Straße gefunden haben. Darunter nicht nur die vielen Abordnungen aus allen Stadtteilwehren und aus den Nachbarkommunen sondern vor allem Familien, für deren Kinder wieder ein spannendes Aktionsprogramm im „Florianum“ geboten wurde.

Puppe in Brand gesteckt

Den größten Spaß machte wie in jedem Jahr das Löschen eines imaginären Feuers an einer Hausattrappe. Aber auch an anderen Stellen blieben Wartezeiten nicht aus, wenn man das Feuerwehrauto mal von innen erkunden oder mit dem Feuerlöscher den Kampf gegen eine große Flamme aufnehmen wollte.
Auch für die großen Besucher waren die Demonstrationen eines Küchenbrandes oder der Einsatz des technischen Gerätes bei einem Autounfall durchaus interessant und aufschlussreich. Ebenso wie die in Brand gesteckte Eisenpuppe, an der anschaulich der Einsatz einer Löschdecke gezeigt wurde.
Von den knapp 100 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung und der Jugendwehr hatten sich drei Viertel am Sonntag als perfekte Gastgeber erwiesen, die entweder an den Aktionsständen, bei Übungen der Jugendwehr oder bei der Essens- und Getränkeausgabe im Einsatz waren und als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Zwölf von ihnen hätten im Fall des Falles, wie im vergangenen Jahr geschehen, ihre gastgeberischen Aktivitäten unterbrechen müssen, um ihre Pflicht zu tun.
Immer wieder gerne genutzt wird an diesem Tag die Möglichkeit, mit der Drehleiter in schwindelnde Höhen zu fahren und sich das Treiben von oben anzuschauen. Teilnehmer des Hindernisparcours im Florianum hatten die Chance, eine Fahrt mit der Drehleiter zu gewinnen. Für Wehrführer Hans Förg ist der Tag der offenen Tür auch immer wieder eine schöne Bestätigung der generationsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Wehr, die mit einem Durchschnittsalter von rund 38 Jahren außerdem ausgesprochen jung sei.
Für die Bevölkerung ist der Tag auf dem Feuerwehrstützpunkt die ideale Gelegenheit, die heimische Küche kalt zu lassen und sich von den „Köchen“ der Feuerwehr verwöhnen zu lassen und auch für die Feuerwehr hat der Tag der offenen Tür positive Nebeneffekte. Jedes Jahr gibt es den einen oder anderen Gast, der sich als neues Mitglied eintragen lässt oder die Arbeit der Brandschützer mit einer Spende unterstützt. Für eine Bürgerin aus der Hasengasse ist das schon zu einem Ritual geworden. „Sie kommt jedes Jahr und gibt uns eine kleine Spende“, freut sich der Wehrführer über diese bemerkenswerte Treue.
Die Feuerwehr kann jeden Euro gebrauchen, denn die Mitfinanzierung der neuen Einsatzzentrale, die im Rahmen des Hessentages in Betrieb genommen wurde, hat die Feuerwehrkasse ziemlich geleert.
Aktuell steht die Lieferung eines neuen Einsatzleitwagens an, dessen Finanzierung aber die Stadt Bensheim mit Unterstützung des Landes und des Kreises übernommen hat. Das neue Fahrzeug ist aktuell im Bau und bei der Feuerwehr hofft man auf Lieferung im Dezember.
Dank sagt Wehrführer Förg der Nachbarschaft für ihr Verständnis und allen Beteiligten, die den Tag der offenen Tür unterstützt haben. js

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 30.09.2014