Brandschutz: Suzuki schenkt der Stadt einen Grand Vitara als Kommandofahrzeug

Der Bensheimer Feuerwehr spendierte die Firma Suzuki ein neues Kommandofahrzeug. Der Offroader wurde gestern am Rande der Magistratssitzung übergeben. © Lotz
Bensheim. Allradantrieb, 129 PS, ansehnliche Optik: Ihr neues Kommandofahrzeug braucht die Bensheimer Feuerwehr eigentlich nicht in der Garage verstecken. „Ich hoffe aber im Interesse der Bürger, dass es möglichst gar nicht fährt“, erklärte Hermann Schönhut.

Dem Wehrführer und den Brandmeistern im Stützpunkt dient der Wagen als mobile Einsatzzentrale. „Wir können damit schneller den Standort wechseln, sind beweglicher und haben im Gelände mehr Möglichkeiten“, fasste Förg zusammen. Geliefert wurde der Grand Vitara voll ausgestattet einschließlich Signalanlage (Blaulicht) auf dem Dach. Lediglich zwei Blinker und eine Anhängerkupplung für das Feuerwehrboot wurden ergänzt. So kommt das Gesamtpaket auf mehr als 30 000 Euro.
„Suzuki ist ein toller Partner der Feuerwehr“, lobte Bürgermeister Thorsten Herrmann den Einsatz des Konzerns vor Ort. Bereits seit 2003 unterstützt das Unternehmen die Rettungskräfte. Der Rathauschef bezeichnete die Autobauer als „gute Nachbarn, die sich um andere kümmern“.
Ein Ende der Kooperation brauchen die Verantwortlichen im Rathaus nicht fürchten. „Wir überlegen, wie wir unser Engagement weiter ausbauen können“, so Schönhut. Schließlich sei die Feuerwehr auch für seine Firma wichtig und von Bedeutung.
Im Mittelpunkt stand gestern allerdings der Neuzugang für den Fuhrpark. Wehrführer Förg verwies auf das neue Design der Heckpartie, die erstmals mit gelb-roten Reflektoren ausgestattet ist. Der Kofferraum wurde so umgestaltet, dass die feuerwehrtechnische Ausrüstung sicher und problemlos verstaut werden kann. Durch permanenten Allradantrieb mit serienmäßiger Geländeuntersetzung sollte das Kommandofahrzeug auch auf schwierigem Terrain eine gute Figur abgeben. „Das ist bei Personensuche oder bei Einsätzen am Kirchberg hilfreich“, meinte Förg.
Das erste Mal richtig zur Geltung dürfte der Grand Vitara beim Hessentag kommen, wenn die Feuerwehr zehn Tage im Dauerstress sein wird. Standesgemäß schmückt das Auto auch einer der Aufkleber, die auf das Landesfest verweisen. Vor der Übergabe besichtigte der Magistrat die umgebauten Räumlichkeiten im Feuerwehrstützpunkt. Dort wurden – wie mehrfach berichtet – in einem Neubau unter anderem die Atemschutzwerkstatt angesiedelt und die Umkleide aus der Fahrzeughalle in einen separaten Bereich verlegt.
Zudem konnte in einem Container ein Notstromaggregat untergebracht werden, das im Ernstfall drei Tage Energie liefern könnte. Technisches Herzstück ist die neue Funkzentrale, in die 120 000 Euro investiert wurden. 20 000 Euro zahlte die Feuerwehr selbst, den Rest steuerte die Stadt bei. Insgesamt schlug das Projekt mit 870 000 Euro zu Buche. „Wir haben den Kostenplan leicht unterschritten“, sagte Erster Stadtrat Helmut Sachwitz. Ursprünglich waren 900 000 Euro vorgesehen.
Mit Blick auf die modernisierte Funkzentrale merkte Hans Förg an, dass die Anlage für die nächsten 15 bis 20 Jahre ausreichend sei. „Wir schaffen mehr Sicherheit für die Bevölkerung und die Feuerwehr“, freute sich Bürgermeister Herrmann.

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 03.04.2014