Feuerwehr: Großeinsatz am Montagabend am Berliner Ring / Keine Verletzten



 
Großeinsatz: In einem Betrieb am Berliner Ring in Auerbach schlugen am Montagabend Flammen aus einem Abluftrohr.

© Matern
 
 

Click here to find out more!Dort verdichteten sich zunächst die Hinweise, dass es sich um einen Vollbrand handeln könnte. „Aus einem Abluftrohr schossen Flammen heraus“, so Plaschke. Mehrere Atemschutztrupps drangen in den Komplex, um auf Ursachensuche zu gehen. Im total verrauchten Inneren wurden sie schließlich fündig: Technischer Defekt an einem großen Röstofen. Das Feuer suchte sich dadurch seinen Weg zielgerichtet durch das Abluftrohr – das restliche Gebäude blieb verschont.

Schaden: 25 000 Euro

Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nachdem sich die Feuerwehrmänner Zugang zum Rohr verschafft hatten, konnten die Flammen mit Kohlendioxid erstickt werden. Anschließend musste das Haus gelüftet werden. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks nicht in der Firma. „Es wurde niemand verletzt“, bestätigte Plaschke. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf 25 000 Euro.
Passanten hatten das Feuer bemerkt und die Leitstelle alarmiert. Durch den zügigen Einsatz konnte vermutlich Schlimmeres verhindert werden. Insgesamt waren 59 Brandbekämpfer mit 14 Fahrzeugen vor Ort – 37 aus Bensheim, 22 aus Auerbach. Zwei Rettungswagen, ein Notarzt und die Feuerwehr Bürstadt mit einem Messwagen ergänzten das Aufgebot.
Gegen 1.15 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Für die Löscharbeiten musste der Berliner Ring zeitweise gesperrt werden.
Das Unternehmen am Berliner Ring in Auerbach stellt trocken- und tiefgefrorenes Gemüse sowie Obst für die Nahrungsmittelindustrie her. Vor Ort werden Haselnusskerne geröstet, gehackt, blanchiert, gehobelt oder vermahlen. Über mangelnde Arbeit kann sich die Stützpunktwehr in diesem Jahr erneut nicht beklagen. Bis Mitte Juli mussten 192 Einsätze gefahren werden. 27 Mal hat es gebrannt, 89 Mal rückte die Mannschaft wegen technischer Hilfeleistungen aus. 53 Fehlalarme komplettieren die Statistik bisher.
Im vergangenen Jahr war die Feuerwehr-Mitte 334 Mal gefragt – sooft wie noch nie. Die Einsatzabteilung besteht aus 71 Mitgliedern, die ehrenamtlich ihren Dienst für die Allgemeinheit verrichten und rund um die Uhr zur Stelle sind, wenn es ein Problem gibt. dr

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 24.07.2013