Außergewöhnlich viele Einsätze musste die Freiwillige Feuerwehr Bensheim-Mitte im ersten Halbjahr 2012 abarbeiten. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2012 wurde die Wehr zu 36 Brandeinsätzen, 93 Hilfeleistungen und 48 Fehlalarmen alarmiert. Dies ergibt eine Gesamteinsatzzahl von 177 Alarmen ( aktuell sind es bereits über 190 !). Alleine im Monat Juni mussten 48 Einsätze abgearbeitet werden. Normalerweise liegt die Jahreseinsatzzahl durchschnittlich bei etwa 260 Einsätzen.
Ruhig verlief der Jahreswechsel, die Bensheimer Wehr musste lediglich am Berliner Ring einen in Brand geratenen Stapel Müllsäcke ablöschen.
Am 4. Januar löschten die Feuerwehren aus Auerbach und Bensheim-Mitte in einem Mehrfamilienhaus am Berliner Ring 117 einen durch brennenden Abfall verursachten Küchenbrand. Einen weiteren Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim-Mitte löste ein undichter Gastank hinter der Grundschule in den Kappesgärten aus. Nachdem der Flüssiggastank abgedichtet worden war, konnte die Wehr wieder abrücken.
Ende Januar flutete die Feuerwehr wieder eine Eislauffläche in der Bleiche, welche leider mehrfach zerstört wurde und immer wieder nachgearbeitet werden musste. Durch den strengen Frost platzte in einem Anwesen an der Annastraße eine Wasserleitung im Dachgeschoß. Etwa 7000 Liter Wasser liefen durch die Decken bis in den Keller. Die Bensheimer Feuerwehr pumpte das Wasser ab und das Technische Hilfswerk stützte die durchweichten Decken ab.
Am Nachmittag des 25. März wurde die Bensheimer Feuerwehr mit Tanklöschfahrzeugen und dem Schlauchwagen zur nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Lautertal-Wurzelbach zu einem Scheunenvollbrand alarmiert. Am 3. April musste auf dem Autohof ein brennender LKW gelöscht werden. Eine Garage an einem Einfamilienhaus in der Joseph-Treffert-Straße rief am 10. April die Feuerwehr auf den Plan. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Garage vollständig ausbrannte. Es war der erste Einsatz des zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell in Dienst gestellten Löschgruppenfahrzeuges LF 10 / 6.
Wegen einer undichten Gasleitung im Keller des Wohn- und Geschäftshauses Ecke Obergasse / Hauptstraße musste am 28. April fast die gesamte obere Fußgängerzone geräumt werden. Die Bensheimer Wehr war hier mit neun Einsatzfahrzeugen und 35 Feuerwehrleuten mehrere Stunden im Einsatz.
Am 11. Juni zog ein schweres Gewitter mit Starkregen über die Bergstraße hinweg. Durch einen Blitzeinschlag geriet der Dachstuhl eines Dreifamilienhauses in der Odenwaldstraße in Brand. Die Feuerwehr Bensheim-Mitte bekämpfte mit Unterstützung der Auerbacher Kameraden und einem Hubrettungsfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Lorsch den Brand. Anschließend wurde die Dachfläche mit Planen abgedeckt. Hierbei war auch das THW im Einsatz. Im Verlauf des Gewitters liefen in der Innenstadt von Bensheim auch einige Keller voll Wasser.
In einem Anwesen an der Lohrbach im Stadtteil Gronau war am 18. Juni ein Kellerbrand ausgebrochen, welcher erheblichen Sachschaden am Gebäude anrichtete. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Gronau, Zell und Bensheim-Mitte waren mit 11 Einsatzfahrzeugen und 60 Feuerwehrleuten vor Ort und löschten das Feuer.
Neben all diesen vorgenannten Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr Bensheim-Mitte auch bei etlichen technischen Hilfeleistungen im Einsatz, diese reichten von der Umsiedlung von Bienen über Unterstützungen des Rettungsdienstes, Türöffnungen, Amtshilfen, bis hin zur Beseitigung von Ölspuren bei denen Gefahr in Verzug war.
Die nächsten vorhersehbaren Aktionen stehen bereits an. Bei der Bensheimer Segelfluggruppe müssen Anfang August an vier Tagen die Brandsicherheitsdienste versehen werden, ebenso im September beim Bergsträßer Winzerfest. Am 23. September findet im Stützpunkt an der Robert-Bosch-Straße wieder ein Tag der offenen Tür statt. Hier steht als Schwerpunkt das Thema technische Hilfeleistung im Vordergrund. Interessierte Bürger können sich an diesem Tag über die vielseitige Arbeit ihrer Feuerwehr ausführlich informieren.
Alle Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim-Mitte werden ehrenamtlich und unentgeldlich von den Mitgliedern der etwa 70 köpfigen Einsatzabteilung geleistet.