Ein arbeitsreiches Wochenende hatte die Jugendfeuerwehr Bensheim zu bewältigen. Anlässlich des zweiten Berufsfeuerwehrtages bezogen 18 Jugendliche am Freitagmittag ihr Quartier im Feuerwehrstützpunkt in der Robert-Bosch-Straße. Nach dem Herrichten der Schlafstätte war um 15.30 Uhr Antreten zur Diensteinteilung. Dem folgte die obligatorische Überprüfung der Fahrzeuge. Gegen 16.30 Uhr erfolgte die erste Alarmierung; die Brandmeldeanlage im Rathaus hatte ausgelöst. Nach intensiver Erkundung konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden – bei Reinigungsarbeiten wurde versehentlich ein Druckknopfmelder ausgelöst.

 

Ein Kind wurde auf dem Anwesen Kies-Rohr vermisst. Zusammen mit der Rettungshundestaffel des DRK Bensheim wurde das Gelände abgesucht und das verletzte Kind aufgefunden. Nach dem Abendessen kam es innerhalb kürzester Zeit zu mehreren Einsätzen, die parallel abgearbeitet werden mussten. Auf dem Radweg am Stubenwald in Richtung Einhausen lag ein umgestürzter Baum quer über den Weg. Dieser wurde zerkleinert und beiseite geräumt. Unweit hiervon stürzte ein Kind vermutlich beim Spielen auf der Baustelle der neuen Westtangente. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus und unterstützte den Rettungsdienst bei der Rettung des Patienten aus unwegsamem Gelände. Zeitgleich kletterte auf dem Spielplatz an der Robert-Bosch-Straße ein Kätzchen auf einen Baum und kam nicht mehr herunter. Mit Hilfe der Steckleiter konnte das Tier unversehrt aus seiner misslichen Lagebefreit werden.

 

Der Tag klang anschließend mit einem Filmabend aus. Die Nachtruhe endete kurz nach vier Uhr, als es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und LKW in der Sparkassenallee kam. Hierbei musste der PKW-Lenker aus seinem PKW befreit werden. Anschließend wurde der in Brand geratene LKW mit drei Strahlrohren gelöscht. Nach dem Frühstück war nicht lange Ruhe; auf dem Gelände der Firma Schilling wurde ein Arbeiter von umstürzenden Gerüstteilen eingeklemmt. Nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge stand die theoretische Ausbildung auf dem Plan.

 

Zu einem Lagerhallenbrand rückten die Jugendlichen gegen Mittag aus. Angenommen wurde der Brand des Salzlagers des KMB. Hierbei wurde ein vermisster Mitarbeiter aus der völlig verqualmten Halle gerettet und ein massiver Brandangriff vorgenommen. Zwei weitere Brandeinsätze konnten zügig abgearbeitet werden. Nach getaner Arbeit wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet und man ließ den Tag bei Bratwurst und Steak vom Holzkohlegrill ausklingen.

 

Ziel des Berufsfeuerwehrtages war unter anderem das bessere Kennenlernen, den Teamgeist zu fördern sowie das breite Spektrum der anfallenden Aufgaben zu erleben. Bei den Einsätzen handelte es sich selbstverständlich nicht um Realeinsätze sondern um authentische Übungsszenarien.

 

Die nächste Aktion der Jugendfeuerwehr ist das Kreiszeltlager, bei dem die Jugendwehren aus dem Kreis Bergstraße und des Odenwaldkreises in Mümling-Grumbach zum gemeinsamen Zeltlager zusammenkommen. Jugendliche ab zehn Jahren, die Interesse an einer spannenden und abwechslungsreichen Freizeitbeschäftigung haben, sind jederzeit willkommen. Die Gruppenstunden finden – außer in den Ferien – immer montags um 18:00 Uhr im Feuerwehrstützpunkt in der Robert-Bosch-Straße statt. [dk]