Neues Rettungsboot erleichtert Einsätze an der Erlache oder am Badesee
Schlauchboot hat ausgedient
Bensheim. Die freiwilligen Helfer der Bensheimer Feuerwehr haben bei ihren Rettungsaktionen nicht immer festen Boden unter den Füßen. Mit der Erlache, dem Niederwald- und dem Badesee sind sie auch zu Wasser im Einsatz, um Leben zu retten.
Stadtbrandinspektor Willi Plaschke hat viele außergewöhnliche Erste-Hilfe- und Suchaktionen auch mit vereinten Kräften des DLRG und DRK in den Gewässern miterlebt. Bisher leistete man die Arbeit mit einem Schlauchboot. „Die Zeiten sind nun vorbei,“ schaut der Stadtbrandinspektor mit Freude und ein wenig Stolz auf das neue Rettungsboot.
„Bei einem Unfall in der Erlache, die von Jahr zu Jahr durch den Kies- und Sandabbau größer wird, könnten wir mit unserem Schlauchboot nur noch wenig ausrichten“, so Willi Plaschke. Das neue Hartschalenboot mit einem Gesamtgewicht von 120 Kilo kann auch an unwegsamem Gelände zu Wasser gelassen werden. Es ist ausgestattet mit einem Außenborder mit fünf PS und darf von allen Feuerwehrleuten gefahren werden. Denn ein spezieller Bootsführerschein ist nicht erforderlich. Es ließe sich auch im Winter bei Eisunfällen einsetzen.
Beim Ankauf des Außenborders konnte man auf die finanzielle Unterstützung der Firma Suzuki zurückgreifen, so dass letztlich Kosten für das Boot mit Trailer, Plane und Außenborder von knapp 5000 Euro zu bewältigen waren. Die Feuerwehr Mitte steuerte zu den Zuschüssen aus dem städtischen Haushalt knapp 1300 Euro aus eigener Tasche bei.
Dienstfahrzeug ausgetauscht
Willi Plaschke verwies auf eine weitere Neuanschaffung. Ein gebrauchtes Dienstfahrzeug, das ebenfalls mit Unterstützung von Suzuki angeschafft werden konnte, löst nun das acht Jahre alte Modell ab. Es war reparaturanfällig, so dass die Unterhaltung unverhältnismäßig hoch ausfiel. moni
Bergsträßer Anzeiger
3. Juni 2011